Smoking mit Hemd un Fliege

Black Tie

Was bedeutet der Dresscode?

Sie haben eine Einladung mit der Kleiderordnung „Black Tie“ erhalten und fragen sich nun, was damit gemeint ist? Kein Grund nervös zu werden, denn wir zeigen Ihnen bis ins kleinste Detail, wann und wie Sie Ihren Smoking standesgemäß tragen. Kleiner Tipp im Voraus: Bleiben Sie am besten simpel und klassisch – und verzichten Sie auf kreative Experimente.

Das Wichtigste in der Übersicht

  • Der Dresscode „Black Tie“ steht für gehobene, festliche Abendgarderobe
  • Die Basis besteht grundsätzlich aus Smoking und Smokinghemd – greifen Sie am besten zu klassischen, zeitlosen Modellen in Schwarz oder Mitternachtsblau
  • Bei der einreihigen Smokingjacke wird lediglich der erste der beiden Knöpfe geschlossen
  • „Black Tie“ wird auch als „Cravate Noire“ oder „Kleiner Gesellschaftsanzug“ bezeichnet

Wie setzt Man(n) die Kleider-Ordnung „Black Tie“ korrekt um?

Der Smoking ist ein fester Bestandteil der Abendgarderobe und lässt vor allem für die Herren wenig Möglichkeit für persönliche Interpretationen. Das Gute daran: Sie können gar nicht so viel falsch machen, wenn Sie sich einfach exakt an die Standards halten, die der Dresscode „Black Tie“ vorgibt. Wir erklären Ihnen, was das im Detail bedeutet und wie Sie modische Entgleisungen bei der Auswahl eines Smokings vermeiden.

Die Smokingjacke

Ein Smokingjackett sollte stets perfekt sitzen und zeitlos modern geschneidert sein. Wer maximal einen Smoking im Schrank hat, sollte erst einmal bei klassischem Schwarz bleiben. Wenn Sie häufig auf offiziellen Abendveranstaltungen anzutreffen sind, dann macht ein weiteres Modell in Mitternachtsblau oder Samt absolut Sinn. Typisches Kennzeichen des Smokingsakkos ist das Revers aus Seide oder Satin. Dieses unterscheidet man in drei Variationen: fallendes und gebrochenes Revers oder Schalkragen (auch Schalfasson genannt).

Gut zu wissen: Die traditionelle Smokingjacke hat keinen Rückenschlitz und ist sowohl als Einreiher oder Zweireiher zu erhalten.

Die Smokinghose

Sie dürfen alles, aber niemals eine gewöhnliche Anzughose zur Smokingjacke tragen. Einzige Ausnahmen sind Samtjacketts, zu denen schwarze Hosen kombiniert werden. Ansonsten gilt die Regel: Die Smokinghose muss immer perfekt zum Smokingsakko passen. Smokinghosen besitzen keine Gürtelschlaufen und weisen einen Seitenstreifen aus Seide oder Satin, den sogenannten Galon, am äußeren Hosenbein auf – daran sind sie unverwechselbar zu erkennen. Auch die Länge der Hose sollte optimal gekürzt sein. Eine gut sitzende Smokinghose berührt so gerade die Schuhe, ohne sichtbare Falten zu werfen. Der perfekte Smoking schmeichelt jeder Figur und lässt Sie elegant und zeitlos gekleidet erscheinen.

Das Smokinghemd

Auch beim Smokinghemd sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Traditionelle Smokinghemden sind immer weiß, aus Waffel-Piqué gefertigt und mit Kläppchenkragen sowie Umschlagmanschetten versehen. Die jüngere Generation von Smokinghemden gibt es auch in dezentem Ecru (Eierschalfarbe) mit Kent- oder Haifischkragen. Beim Smokinghemd haben Sie die Wahl zwischen schwarzen und weißen Knöpfen, die sich nicht selten auch hinter einer Stoffleiste verstecken. Zum Kummerbund kombinieren Sie ein Hemd mit schwarzen Knöpfen. Tragen Sie eine Weste, dann kommen weiße Knöpfe zum Einsatz.

Die Fliege

Sie ist das Herzstück des Dresscodes „Black Tie“: die Fliege. Sie darf beim Smoking-Outfit auf gar keinen Fall fehlen. Ob selbst gebunden oder vorgebunden – dies ist heutzutage nicht mehr vorgeschrieben. Erstere macht immer ein bisschen mehr her, vor allem, wenn sie zur späteren Stunde lässig aufgebunden um den Hals herabhängt. Natürlich ist bei der Fliege Schwarz die Farbe der Wahl.

Der Kummerbund

Neben der Fliege ist der Kummerbund ein charakteristisches Merkmal des Smokings und wird um die Taille gebunden getragen und am Rücken fixiert. Die drei oder vier Falten des Kummerbundes zeigen dabei immer nach oben. Ein Kummerbund wird ausschließlich zum Einreiher getragen – er ersetzt die Hosenträger beziehungsweise die Weste. Stoff und Farbe des Kummerbundes korrespondieren stets mit der Fliege.

Die Weste

Sie tragen keinen Kummerbund? Dann komplettiert die Weste Ihr Black Tie Ensemble hervorragend. In Stoff und Farbe sollte Sie dem Smoking angepasst sein und weder zu locker noch zu eng sitzen. Mit einer Weste wirken Sie immer etwas angezogener als mit Kummerbund, klassischer sieht der Smoking hingegen ohne Weste aus.

Die Strümpfe und Schuhe

Nein, die lustigen Motivsocken bleiben heute ausnahmsweise mal in der Schublade. Zu Ihrem Smoking tragen Sie nichts anderes als dünne, schwarze Herrenstrümpfe. Auch die Businessschuhe können Sie getrost im Schrank lassen. Lackschuhe, Samtslipper oder besonders hochwertige Lederschuhe sind die beste Wahl. Ebenso wichtig ist, dass die Schuhe auf Hochglanz poliert sind und über eine hauchdünne Ledersohle verfügen. So wirkt das Black Tie Outfit edel und stimmig.

Accessoires und Finish

Der Smoking ist ein Kleidungsstück, das keine Götter neben sich duldet. So sollten Sie auch mit Accessoires besser geizen. Allenfalls schlichte Manschettenknöpfe in Gold und Silber und maximal ein zur Begleitperson farblich abgestimmtes Einstecktuch dürfen den „Black Tie“ Dresscode abrunden. Selbst auf eine Armbanduhr sollten Sie verzichten. Diese könnte dem Gastgeber suggerieren, sie wären zeitlich begrenzt, was früher, wie aber auch noch heute als äußerst unhöflich galt. Im Winter ist ein schlichter Seidenschal erlaubt. Und dann sollte natürlich auch ein streng geschnittener, vornehmer Mantel, wie ein Chesterfield nicht fehlen.

Zu welchem Anlass trägt man einen Smoking?

Die weltweit bekannteste Veranstaltung mit offiziellem Dresscode „Black Tie“ oder „Cravate Noir“ sowie „Kleiner Gesellschaftsanzug“, wie der Smoking auch genannt wird, ist wahrscheinlich die Oscarverleihung. Wir wissen nicht, wie es Ihnen geht, aber wir sind in Hollywood eher selten anzutreffen. Konzentrieren wir uns deshalb lieber auf Events für Jedermann und dabei gilt eine verlässliche Faustregel: Grundsätzlich gelten Abendveranstaltungen ab 18 Uhr und in geschlossenen Räumen als „Black Tie“-würdig, so etwa Galadinner, Opernbesuche, klassische Konzerte oder Bälle sowie Hochzeiten.

5 Fauxpas, die Sie möglichst vermeiden sollten

Der Dresscode „Cravate“ Noire“ steht für einen speziellen Anlass angemessenen Kleidungsstil und in seiner Formulierung ist er eindeutig zu verstehen und lässt von daher kaum Spielraum für den persönlichen Modegeschmack. Trotzdem können auch den besten Stylingexperten unter uns kleine Fehler unterlaufen. 

Wir zeigen Ihnen noch einmal die 5 häufigsten Fauxpas auf, die Sie beim Tragen des stilechten Herrenoutfits „Black Tie“ ungewollt machen und in Zukunft vermeiden können:

  • Helle Socken und Strümpfe, braune oder bunte Schuhe sollten Sie niemals mit einem „Black Tie“-Outfit kombinieren. Auch ein helles Anzughemd oder ein Krawattenschal haben bei diesem Dresscode nichts verloren.

  • Ein Muss zum Smoking sind Weste oder Kummerbund. Einzige Ausnahme: Sie tragen einen zweireihigen Smoking, dann dürfen Sie darauf verzichten und sind trotzdem standesgemäß gekleidet.

  • Absolutes Must-have zum „Black Tie” ist die Fliege. Wichtig: Die Fliege muss schwarz und darf auf gar keinen Fall weiß oder bunt sein.

  • Tragen Sie zum „Kleinen Gesellschaftsanzug“ am besten keinen üppigen Herrenschmuck wie Ketten und Armbänder oder andere auffällige Accessoires. Maximal eine Taschenuhr und Ihr Ehering bzw. ein schlichter Siegel- oder Familienring sind erlaubt.

  • Tattoos und Piercings sind selbstverständlich gesellschaftsfähig, doch zum Smoking gelten sie manchmal noch als No-Go. Versuchen Sie diese, von der Kleidung zu verdecken.